Heidelberg Materials, MTU Aero Engines und tipico von der Karrieremesse ausschließen
Das Studierendenparlament begrüßt mit Verweis auf den Beschluss vom 18.03.2025 zur Karrieremesse 2025, dass die Unternehmen Rheinmetall und Coca Cola European Partners nicht auf der Karrieremesse 2026 vertreten sind. Dennoch fordert die Verfasste Studierendenschaft das KIT weiterhin dazu auf, die Unternehmen Heidelberg Materials, MTU Aero Engines und tipico von der Karrieremesse auszuschließen. Der Vorstand wird damit beauftragt, sich für diese Forderung gegenüber dem KIT einzusetzen.
Unternehmen, die für Umweltzerstörungen verantwortlich sind, Menschenrechte missachten, Arbeitende ausbeuten und einschüchtern, Menschen gezielt in den finanziellen Ruin treiben oder Waffen für verbrecherische Kriege liefern, darf keine Bühne für ihre Werbung gegeben werden. Unternehmen mit derartigen Geschäftsfeldern und Praktiken auf die Karrieremesse einzuladen, impliziert, dass ein solches Verhalten toleriert werden könne. Die genannten Unternehmen erfüllen insbesondere auch die Kriterien, die für eine Aufnahme auf die Blacklist der VS nötig wären. Im folgenden sind einige menschenfeindliche und umweltzerstörende Praktiken der Unternehmen aufgelistet:
Heidelberg Materials (ehemals HeidelbergCement) In Indonesien sorgt der Bau einer Kalksteinmine und eines Zementwerks der Tochterfirma Indocement für die Zerstörung der Lebensgrundlagen der Einheimischen. [1] Heidelberg Materials (ehemals HeidelbergCement) hat in der Westbank über eine Tochterfirma völkerrechtswidrigen Raubbau betrieben, indem es Rohstoffe aus besetzten palästinensischen Gebieten nach Israel abtransportiert. [2] Außerdem war Heidelberg Materials im Jahr 2023 der DAX-Konzern mit den meisten Treibhausgasemissionen und trägt somit massiv zur Klimakatastrophe bei. [3]
[1] https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/oecd-beschwerde-indonesisc...
[2] https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama/archiv/2010/Deutsches-In...
[3] https://www.merkur.de/wirtschaft/analyse-dax-konzerne-senken-treibhausga...
MTU Aero Engines: Das Unternehmen MTU Aero Engines entwickelt und produziert Triebwerke für einige militärische Flugzeuge, die auch in Kriegsgebieten eingesetzt werden. Beispielsweise war MTU Aero Engines mit dem Konsortium Turbo Union bei der Herstellung des Triebwerks für den Kampfjet Tornado beteiligt. Der Tornado wurde anderem von Großbritannien im Irak-Krieg eingesetzt. [1][2]
Außerdem ist MTU Aero Engines Teil des Unternehmens Eurojet Turbo, welches die Triebwerke für den Eurofighter herstellt. Dieses Flugzeug wurde auch an Saudi-Arabien geliefert. SaudiArabien fliegt Luftangriffe auf den Jemen, bei welchen über 9000 Zivilisten ums Leben kamen. [3] Mit Europrop International ist MTU Aero Engines am Bau des Triebwerks für den Airbus A400M beteiligt - ein Militärflugzeug, welches auch in die Türkei geliefert wurde. Die Türkei ist im Jahr 2019 völkerrechtswidrig in Nordsyrien einmarschiert und bombardiert dort kurdische Gebiete. [4] [5]
[1] https://www.bbc.com/news/magazine-33772093
[2] https://www.mtu.de/de/engines/militaerische-triebwerke/kampfflugzeuge/rb...
[3] https://www.eurojet.de/customers/
[4] http://www.europrop-int.com/
[5] https://airbus.web.factory.eu.airbus.com/sites/g/files/jlcbta136/files/2...\_MRS\_GEN\_Ord Deliv%20by%20country.pdf
tipico: tipico verdient sein Geld mit Sportwetten. Das ist ein Geschäftsmodell, was darauf beruht spielsüchtige Menschen in den finanziellen Ruin zu treiben. Die Wetten sind so konstruiert, dass es nur schwer möglich ist, der Sucht zu entkommen. [1]
[1] https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-03/gluecksspielmarkt-online-wettensp...