Arbeitsprogramm und Leitbild Vorstand Amtszeit 2025/2026
Arbeitsprogramm und Leitbild Vorstand Amtszeit 2025/2026
I. Das Leitbild
1. Wer wir sind
Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) am Karlsruher Institut für Technologie ist die demokratisch legitimierte, studentische Interessensvertretung aller Studierenden. Als Teil der Verfassten Studierendenschaft setzen wir uns auf zentraler Ebene gegenüber Universität, Politik und Gesellschaft für die Belange von uns Studierenden ein. Unsere Legitimation und Handlungsfähigkeit ergeben sich durch das Studierendenparlament (StuPa), dem wir rechenschaftspflichtig sind.
Wir verstehen uns als aktive Plattform der studentischen Beteiligung und Selbstverwaltung – sowohl politisch als auch gesellschaftlich, kulturell und sozial.
2. Unsere Werte
Als AStA stehen wir für:
- demokratische Prinzipien, Meinungsvielfalt und Transparenz,
- soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit,
- internationale Zugänglichkeit und kulturelle Vielfalt,
- Intersektionalität und Diversität,
- Antifaschismus, Antimilitarismus und internationaler Solidarität,
- Feminismus und Gleichbehandlung aller Geschlechter.
Diese Werte leiten unser Handeln, unser politisches Vorgehen und unsere Zusammenarbeit mit Studierenden und Gremien.
3. Vision
Wir streben nach einer demokratischen Hochschule für alle; nach einem selbstbestimmten Studium und einer Studierendenschaft, in der alle, unabhängig von Herkunft, Status oder Identität, gehört und repräsentiert werden.
Die Universität sollte ein Ort des kritischen Denkens, kulturellen und gesellschaftlichen Austauschs sein, in dem das Studium und Hochschulleben mehr als nur ein Abschlussprozess ist.
4. Unsere Mission
Unsere Mission ist es, Hochschulpolitik aktiv zu gestalten, den Diskurs zu relevanten Themen zu prägen und eine lebendige, inklusive und solidarische Campusgemeinschaft zu fördern. Wir sind ein Raum für Austausch und Engagement.
Wir streben nach
- einem Campus, der ein politischer, sozialer und kultureller Raum ist,
- einer Hochschule, die unsere Werte teilt,
- angemessener studentischer Partizipation,
- nachhaltigen und sozial gerechten Strukturen für Studierende,
- exzellenten Studienbedingungen.
5. Unsere Aufgaben und Arbeitsweise
a) Interessenvertretung und politische Arbeit
Wir vertreten die Interessen der Studierenden:
- in hochschulpolitischen Diskursen und Entscheidungsprozessen,
- gemäß unseren Aufgaben nach Landeshochschulgesetz und der Beschlusslage des Studierendenparlaments und
- gegenüber der akademischen Selbstverwaltung des KIT, der administrativen Hochschulverwaltung sowie der Stadt Karlsruhe und beteiligen uns an regionalen und überregionalen Gremien sowie Netzwerken.
b) Individuelle Unterstützung
Wir bieten und koordinieren Strukturen, die Studierende unmittelbar unterstützen:
- allgemeine und spezifische Beratungsangebote,
- finanzielle Hilfen für Studierende in Not,
- Angebote zur günstigen Mobilität, Freizeitgestaltung und Erhöhung der studentischen Lebensqualität.
c) Kultur, Austausch und gemeinschaftliches Leben
Der AStA schafft Räume für studentische Kultur, politische Bildung, Begegnung und Reflexion. Dazu zählen:
- verschiedene Veranstaltungsformate,
- Plattformen für Austausch,
- Projekte, die das Campusleben bereichern,
- Stärkung von studentischen Initiativen und Hochschulgruppen durch Infrastruktur und finanzielle Zuschüsse.
6. Unser Miteinander und Arbeitsprinzipien
Unsere Arbeit basiert auf einem transparenten, wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander. Wir legen großen Wert auf eine niederschwellige Kommunikation, Offenheit für neue Ideen sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung von Prozessen und Strukturen. Eine offene und konstruktive Fehlerkultur bildet die Grundlage für gemeinsames Lernen und Wachstum.
Unsere Strukturen und Arbeitsweisen hinterfragen wir regelmäßig, um Verantwortung zu stärken und unsere Zusammenarbeit nachhaltig zu verbessern. Unsere Referate arbeiten eigenverantwortlich, unterstützen sich jedoch gegenseitig und achten dabei bewusst auf vorhandene Kapazitäten. Wichtige Entscheidungen werden gemeinschaftlich in Sitzungen getroffen.
Wir kommunizieren eng und verlässlich mit den Fachschaften und weiteren Gremien der Verfassten Studierendenschaft. Gemeinsam setzen wir uns für eine solidarische und verantwortungsvolle studentische Selbstverwaltung ein.
1. Allgemein
1.1 Beratung und Unterstützung der Studierendenschaft
Studierende befinden sich zunehmend in einer schwierigen Lage, geprägt von finanziellen Belastungen, hohem Leistungsdruck und sozialen Unsicherheiten. Gleichzeitig werden vorhandene Unterstützungsangebote von Universität, Studierendenwerk und Staat oft unzureichend kommuniziert, sodass viele Studierende ihre Rechte und Möglichkeiten nicht kennen. Der AStA versteht sich daher als zentrale, niedrigschwellige Beratungs- und Unterstützungsstruktur. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beratung internationaler Studierender, die häufig mit zusätzlichen rechtlichen und sprachlichen Hürden konfrontiert sind. Ergänzend bietet der AStA eine Sozialberatung zu Themen wie Finanzierung, Wohnen und Arbeit an. In Fällen von Diskriminierung, Machtmissbrauch oder sexueller Belästigung können entsprechende Referate Studierende individuell und vertraulich unterstützen. Zudem organisiert der AStA anwaltliche Informationsgespräche, um rechtliche Fragen frühzeitig zu klären.
Diese Angebote sollen im kommenden Jahr nicht nur aufrecht erhalten werden, sondern systematisch evaluiert (dies hat bereits begonnen) und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden, um die Unterstützung der Studierendenschaft nachhaltig zu verbessern.
Die Website des AStA ist hier auch ein zentrales Informationstool. In dieser Amtszeit wollen wir die Migration von Inhalten der alten Website zur neuen beginnen. Die neue Website soll insbesondere Informationen für Studierende seitens der VS bündeln und vermitteln.
- zentrale, niedrigschwellige Beratungs- und Unterstützungsstruktur
- bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Beratungsstruktur
- Verbesserung des digitalen Informationsangebots durch Aufbau der neuen AStA-Webseite
1.2 Politische Bildung
Die politische Bildung der Studierendenschaft wird gezielt gefördert. Sie ist ein wichtiger Schritt, um die Selbstwirksamkeit der Studierenden zu stärken. Ziel des AStA ist es, Studierende hierbei zu unterstützen.
Der AStA schafft offene Räume für politischen Austausch und Diskurs, an denen alle Studierenden teilnehmen können. Auch Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen, die Studierende betreffen, gehören zu unserem Aufgabenbereich – beispielsweise derzeit die Aufklärung über den Umgang mit der neu eingeführten Wehr- bzw. Musterungspflicht und die damit verbundenen Handlungsmöglichkeiten für Studierende.
Bei der politischen Bildung legen wir besonderen Wert auf Themenschwerpunkte, die die Studierendenschaft als wichtig definiert hat – darunter Chancengleichheit, Antifaschismus und Nachhaltigkeit. Denn um beispielsweise Chancengleichheit zu verwirklichen, ist es notwendig, strukturelle Ungleichheiten sichtbar zu machen und Wege aufzuzeigen, diesen entgegenzuwirken.
Darüber hinaus sollen Studierende Informationen über Möglichkeiten der politischen Partizipation erhalten. Dies umfasst die Weitergabe von Informationen bezüglich – sowie das aktive Mitwirken an politischen Veranstaltungen, die Themen behandeln, die für Studierende relevant sind – etwa Diskussionsrunden, Vorträge oder Demonstrationen.
- Förderung der Selbstwirksamkeit – Studierende werden befähigt, ihre Interessen zu erkennen und aktiv an der Gestaltung von Gesellschaft und Campus mitzuwirken.
- Schaffung von Diskursräumen – Der AStA bietet offene Plattformen für Austausch und Information zu aktuellen politischen studienrelevanten Themen.
- Fokus auf soziale Gerechtigkeit – Gezielte Aufklärung über strukturelle Ungleichheiten in den Bereichen Chancengleichheit, Antifaschismus und Nachhaltigkeit.
1.3 Niederschwelliges Engagement und Nachwuchs
Die Verfasste Studierendenschaft lebt von engagierten Studierenden. Ohne dieses Engagement sind unsere vielzähligen Angebote nicht aufrechtzuerhalten. Die Hürde für einen Einstieg im AStA können aber hoch erscheinen, da es neben den gewählten Referaten mit hoher Verantwortung kaum Strukturen für ein niederschwelliges Engagement gibt. Unser Ziel ist es nun, permanente Strukturen zu schaffen, welche einen einfachen Einstieg in das ehrenamtliche Engagement im AStA erlauben. Interessierte Studierende sollen sich zu einem bestimmten Thema oder Projekt engagieren können ohne sofort die Verantwortung eines ganzen Referats zu übernehmen. Langfristig soll so die Zahl der im Umkreis des AStA aktiven Studierenden erhöht werden und ein gradueller Weg zu mehr Verantwortung geschaffen werden. Hiervon wird sich erhofft, aktuelle Referent:innen zu entlasten, neue und mehr Maßnahmen durchzuführen bzw. Angebote anbieten zu können und langfristig den Nachwuchs für die Referate zu sichern.
Als ersten Schritt wurde bereits begonnen den „erweiterten Vorstand" wiederzubeleben. Hier können Studierende sich referats-, themen- oder projektbezogen engagieren. Der nächste angestrebte Schritt ist die Gründung und Bewerbung neuer Arbeitskreise. Hierbei dient der Arbeitskreis Nachhaltige Transformation, ehemals Nachhaltigkeitsrat, welcher eng an das Referat für sozial-ökologische Transformation angegliedert ist, als Vorbild. Ohne langfristige Verpflichtung kann dort zu den Referatsthemen mitgearbeitet werden. Direkt aus dem Arbeitskreis sind unter anderem das Positionspapier zur Mobilität am KIT, eine Position zu Bildung für nachhaltige Entwicklung, das monatliche Repair Café im AKK sowie der jährliche Nachhaltigkeitsschlonz entstanden. Außerdem konnten aus dem Arbeitskreis stets die themenbezogenen Gremien besetzt und das Referat nachbesetzt werden.
Zunächst sind neue Arbeitskreise zu den Themen Interkulturalität, politische Bildung sowie ehrenamtliches Engagement / Hochschulgruppen vorgesehen. Diese sollen, gemeinsam mit den existierenden Arbeitskreisen und weiteren Engagementmöglichkeiten, am Anfang eines jeden Semesters beworben werden.
- Niederschwellige Einstiegsmöglichkeiten in das AStA-Engagement schaffen, mit der Möglichkeit graduell mehr Verantwortung zu übernehmen und schließlich ein Referat zu übernehmen.
- Neue Arbeitskreise zu Interkulturalität, politischer Bildung und studentischem Engagement / Hochschulgruppen, welche gemeinsam mit existierenden Arbeitskreisen beworben werden.
2. Referatsziele
2.1 Vorsitz
Der Vorsitz unterstützt und fördert die Arbeit aller Vorstandsmitglieder, Mitarbeitenden und weiteren Ehrenamtlichen im Vorstands-Umfeld, indem wir nicht nur bürokratische Rahmenbedingungen schaffen, sondern gemeinsam mit allen Beteiligten im AStA eine produktive, aufgeschlossene und wertschätzende Arbeitsumgebung stärken: der AStA als ein Ort, an dem Menschen sich einbringen wollen – ein Ort, wo man gemeinsam Dinge verändern kann.
Dafür brauchen wir ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl im AStA, trotz der individuellen und autonomen Arbeit der Referate. Hierfür müssen auch Wissens- und formale Hierarchien abgebaut werden und individuelle Herausforderungen im persönlichen Austausch adressiert werden.
In diesem Zuge setzen wir uns weiter für eine räumlich adäquate Unterbringung des Vorstandes sowie eine Aufwertung der Container ein. Gerade für unsere Mitarbeitenden sind wir in der Verantwortung, eine sichere und angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen.
Außerdem werden wir die Digitalisierung unserer Prozesse weiter vorantreiben. Durch die Digitalisierung unserer Personalakten wollen wir erste Erfahrungen sammeln und damit eine Strategie für die Digitalisierung weiterer Prozesse formulieren. Hierbei geht es nicht nur darum, Papierakten zu vermeiden, sondern echten Mehrwert durch die Verbesserung unserer Prozesse zu schaffen. Auch datenschutzrechtliche Vorgaben können so besser adressiert werden.
Im Bereich Datenschutz müssen wir innerhalb der VS mehr Kompetenzen aufbauen und Awareness schaffen. Als einen ersten Schritt hierzu wird es eine In-House Datenschutzschulung für alle Gremien der VS mit Webauftritt geben.
Auch die Verhandlungen zu einem neuen „Qualipakt"-Vertrag fallen in die aktuelle Amtszeit. Hierbei setzen wir uns für eine Erhöhung des verfügbaren Budgets auf die gesamten vom Land zugewiesenen Qualitätssicherungsmittel ein (um ca. 15%). Weiter soll ein geringer Teil des Budgets nicht für klassische Tutorienfinanzierung genutzt werden dürfen, um ein gewisses Innovationspotenzial zu erhalten. Außerdem soll eine Regelung zur mittelfristigen Neubewertung der verstetigten Mittel getroffen werden.
Zuletzt haben wir innerhalb der letzten zwei Monate einige neue Mitarbeitende gewinnen können – eine Einarbeitung derer und ihr Ankommen in der VS wird uns noch im nächsten Jahr begleiten.
- Leitbild und allgemeine Ziele verfolgen
- im AStA eine produktive, aufgeschlossene und wertschätzende Arbeitsumgebung fördern
- Erste Schritte im Bereich Digitalisierung
- Awareness für Datenschutz schaffen
- adäquate Räumlichkeiten für die VS
- neue Qualipakt-Vereinbarung
2.2 Finanzen
Das Referat Finanzen ist ein insgesamt operatives Referat, das nur wenige Projekte im klassischen Sinne durchführen kann. In erster Linie wird das Referat für Finanzen das Tagesgeschäft und Antragswesen durchführen, dabei wird die neu eingestellte Finanzassistenz eingearbeitet. Insbesondere in der Phase von Dezember 25 bis März 26 wird das nächste Haushaltsjahr geplant und das laufende Haushaltsjahr abgewickelt. Danach wird der Fokus auf die Aufarbeitung der Altlasten in Form der unfertigen Jahresrechnungen und deren Prüfung in Kooperation mit dem Finanzausschuss gelegt. Parallel wollen wir die Finanzdatenbank soweit weiterentwickeln, dass Lesezugriffe für Fachschaftsfinanzer*innen möglich sind, um die Absprachen mit diesen zu vereinfachen.
Zusätzlich werden auch die Altlasten der Vereine (SSV und UStA Kasse e.V.) aufgearbeitet; der UStA wird im Sommer die Budgetabwicklung des kommenden Unifestes durchführen.
Wir hoffen, dass die Teilhaberschaft an der „Studentisches Kulturzentrum am KIT gGmbH" die Antragslast durch Hochschulgruppen entschlackt und beobachten im Rahmen der Vermögens- und Beitragsentwicklung aufmerksam die Verhandlungen mit dem KVV und der Stadt Karlsruhe rund um das Thema Mobilität.
- Haushaltsplanung
- Prüfung vergangener Haushaltsjahre
- Betreuung der Vereinsfinanzen des SSV und UStA
- Weiterentwicklung Finanzdatenbank
- Erkundung Bankwechsel für VS-Konten
2.3 Inneres
Das Innenreferat ist vorrangig für die interne Organisation und den Informationsaustausch innerhalb der Verfassten Studierendenschaft zuständig. Zentral hierfür ist die konstante und effektive Kommunikation mit den Fachschaften, über die FSK und die AStA-Berichte, sowie die Transparenz der Aktivitäten im AStA über regelmäßige Veröffentlichungen der Protokolle.
Da das Innenreferat neu besetzt wurde und aktuell noch die Erfahrung fehlt, ist unsere erste Priorität, die Kernaufgaben, wie die Kommunikation über die FSK und die Gremienverwaltung, zuverlässig zu bearbeiten. Konkrete Projekte sind deshalb noch nicht geplant, allerdings wollen wir uns stärker auf die Etablierung eines direkteren Austauschs mit den Fachschaften einsetzen.
Um in Zukunft die Einarbeitung von Innenreferent:innen zu vereinfachen, dokumentieren wir zentral notwendige Informationen und abgeänderte Referatsaufgaben, um ein übersichtliches How-To zu erstellen.
- Gremienverwaltung
- Ausstellung Ehrenamtsbescheinigungen
- AStA-Berichte
- Teilnahme an FSK-Sitzungen
- Direkter Ansprechpartner für Fachschaften, Gremien und Studierendenwerk
2.4 Sozial
Wir setzen uns für die sozialen und finanziellen Belange der Studierenden ein, insbesondere für jene Studierende, die im Moment in einer besonders prekären Situation sind. Dazu gehören unter anderem Erstakademiker*innen, Studierende mit Kind und internationale Studierende. Deswegen kämpfen wir für die Abschaffung sämtlicher Studiengebühren, bessere Arbeitsbedingungen für studentisch Beschäftigte, ein besseres Bafög für alle und bezahlbaren Wohnraum.
Zusammen mit unserem Sozialberater führen wir die ständigen Angebote der Freitische (kostenloses Mensaessen für Studierende in finanziellen Schwierigkeiten), die Sozialberatung und die Notunterkünfte (zu Beginn des Wintersemesters) fort. Außerdem werden wir die Prozesse für die ständigen Angebote verbessern und für die Freitische ein digitales System einrichten.
Weiterhin werden wir wieder einen Vortrag für Studis zum Thema Steuern organisieren. Auch eine Informationsveranstaltung zu Wehrpflicht und Musterung ist geplant.
Zudem möchten wir ein Angebot schaffen, in dem grundlegende Möglichkeiten zur Studienfinanzierung, insbesondere für internationale Studierende, erläutert werden.
Weiterhin soll eine Impfaktion stattfinden, um es Studierenden zu ermöglichen, sich einfacher gegen FSME zu schützen.
- Einsatz für soziale und finanzielle Belange der Studierenden
- Abschaffung aller Studiengebühren, bessere Arbeitsbedingungen für studentisch Beschäftigte, ein besseres Bafög für alle und bezahlbaren Wohnraum
- Freitische (kostenloses Mensaessen für Studierende in finanziellen Schwierigkeiten)
- Digitalisierung unserer Prozesse
- Sozialberatung
- Notunterkünfte
- Vortrag „Steuern für Studis"
- Veranstaltung Studienfinanzierung
- Impfaktion FSME
2.5 Chancengleichheit
Diskriminierung und sexualisierte Gewalt dürfen keinen Platz am KIT haben!
Die Studierendenschaft des KIT ist divers, und diese Diversität möchten wir weiter fördern. Wir setzen uns für die tatsächliche Gleichberechtigung aller Geschlechter ein und arbeiten darauf hin, bestehende Diskriminierungen und Benachteiligungen jeglicher Art abzubauen. Die Diskriminierung von Studierenden aufgrund ihrer sozialen Herkunft, ihrer materiellen Verhältnisse bzw. Klassenzugehörigkeit sowie ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Herkunft, Religion oder Hautfarbe treten wir entschieden entgegen.
Wir engagieren uns aktiv gegen Faschismus und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und beziehen dazu auch öffentlich Stellung. Dabei unterstützen wir Organisationen, die Antidiskriminierung und Antifaschismus zum Ziel haben und zur Verwirklichung gesellschaftlicher Gerechtigkeit beitragen – etwa durch Mitarbeit im Netzwerk gegen Rechts oder bei Studis gegen Rechts.
Wir kämpfen gegen strukturelle Ungerechtigkeiten am KIT, sind uns jedoch bewusst, dass diese gesamtgesellschaftliche Ursachen haben. Wir unterstützen Studierende, die sich gegen diese Ungerechtigkeiten engagieren möchten. Gleichzeitig stellen wir uns Diskriminierungen entgegen, die konkret am KIT auftreten.
Ein Beispiel hierfür ist die geschlechtsspezifische Diskriminierung, die durch binäre Geschlechtervorstellungen entsteht – etwa durch das Festhalten an strikt geschlechtergetrennten Toiletten für „Männer" und „Frauen". So setzen wir uns für die Einführung von Unisex-Toiletten am KIT ein. Auch klassische feministische Kämpfe gehören zu unserem Aufgabenbereich. So dürfen Personen, die menstruieren, nicht dadurch belastet sein, dass notwendige Hygieneprodukte fehlen.
Wir arbeiten eng mit der Chancengleichheitsstelle des KIT zusammen. Neben dem regelmäßigen Informationsaustausch stehen gemeinsame Projekte im Fokus, wie der Runde Tisch: Studieren mit Kind und die AG sexualisierte Gewalt. Ebenso möchten wir die Zusammenarbeit mit den Beauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit intensivieren. Dabei setzen wir uns mit den spezifischen Bedürfnissen dieser Studierenden auseinander und versuchen insbesondere, Hürden bei Sonderregelungen (Stichwort: Nachteilsausgleich) abzubauen – auch wenn diese nur peripher sind. Wir streben nach einer inklusiven Hochschule, die sowohl auf dem Campus als auch im digitalen Bereich barrierearm ist.
Wir bringen uns aktiv in Gremien des KIT ein, insbesondere in die Senatskommission für Chancengleichheit und Diversität.
Mentale Gesundheit ist ein zentrales Thema, dem wir weiterhin Aufmerksamkeit widmen möchten. Gemeinsam mit dem Runden Tisch für Studierendengesundheit planen wir die Veröffentlichung eines Mental-Health-Kompasses, der Studierenden eine übersichtliche Sammlung von Unterstützungs- und Beratungsangeboten bietet.
Wir setzen uns für mehr Diversität in den Strukturen des KIT ein und haben denselben Anspruch an unsere eigenen Gremien. Die Vielfalt der Studierendenschaft spiegelt sich in den Gremien der Verfassten Studierendenschaft bislang nur unzureichend wider. Wir möchten daher gezielt eine bessere Vertretung von F(L)INTA, BIPoC, internationalen und queeren Studierenden erreichen.
Im kommenden Jahr möchten wir zudem ein besonderes Augenmerk auf die Förderung von Erstakademiker*innen legen. Wir wollen untersuchen, inwiefern Erstakademiker*innen am KIT strukturell benachteiligt sind und wie sich ihre Situation verbessern lässt.
Das Chancengleichheitsreferat stellt weiterhin eine zentrale Anlaufstelle dar. Dort werden Studierende beraten, die Diskriminierung erfahren oder sexualisierte Gewalt erlebt haben, und über ihre Handlungsmöglichkeiten informiert und unterstützt.
- Klare Ablehnung von Diskriminierung, sexualisierter Gewalt, Faschismus und jeder Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
- Einsatz gegen die Diskriminierung von Studierenden aufgrund ihrer sozialen Herkunft, Geschlecht, ihrer materiellen Verhältnisse bzw. Klassenzugehörigkeit sowie ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Herkunft, Religion oder Hautfarbe
- Verständnis struktureller Ungerechtigkeiten als gesamtgesellschaftliches Problem und Unterstützung von Studierenden, die sich gegen diese engagieren
- Einführung von Unisex-Toiletten
- Kostenlose Bereitstellung von Menstruationsprodukten
- Niedrigschwellige Beratung und Unterstützung von Studierenden, die Diskriminierung oder sexualisierte Gewalt erfahren haben
- Stärkung mentaler Gesundheit (z. B. Mental-Health-Kompass)
- Gezielte Förderung von F(L)INTA, BIPoC, queeren, internationalen Studierenden sowie Erstakademiker*innen in studentischen Strukturen
2.6 Hochschulgruppen
Wir bieten Hochschulgruppen im Rahmen unserer Möglichkeiten umfassende strukturelle und finanzielle Unterstützung, damit diese ihren vielfältigen Aufgaben nachgehen können.
Bürokratie darf niemals eine Hürde für Hochschulgruppen sein, deshalb arbeiten wir aktiv daran, die Antragstellung so schnell und problemlos zu gestalten, wie es nur geht. Wir werden daran arbeiten, interne und externe Unterstützungsangebote für Hochschulgruppen besser zu kommunizieren und haben einen neuen Prozess ins Leben gerufen, wie Hochschulgruppen über den students@-Verteiler Werbung für Veranstaltungen machen können. Neben bestehenden Hochschulgruppen werden auch Neugründungen und Reaktivierungen von Hochschulgruppen aktiv unterstützt.
- Unterstützung bei Anträgen, Neugründungen und Rückmeldungen
- Optimierung der Antragsprozesse
- Möglichkeiten zum Werben bieten
- Neuer Arbeitskreis zur Vernetzung von Hochschulgruppen
2.7 Internationales
Internationale Studierende haben es meist nicht leicht. Egal, ob es um Sprachbarrieren, um aufenthaltsrechtliche Probleme, um Fragen zu Versicherungen, um Arbeitssuche, um Schwierigkeiten mit der Bürokratie, um Diskriminierung zum Beispiel bei der Wohnungssuche, aber auch um Probleme im Studium (Zulassung, Einstieg ins Studium, Studienorganisation, Schwierigkeiten im weiteren Verlauf des Studiums, Fachwechsel) oder um die Finanzierung des Studiums geht.
Daher bieten wir umfassende Informationen zu häufigen Fragen und Beratungen für individuelle Unterstützung an. Ein wichtiges Angebot für internationale Studierende stellen auch die Deutschkurse dar.
Um unsere internationalen Studierenden am besten unterstützen zu können, stehen wir im ständigen Austausch mit dem International Students Office (IStO). Wir möchten internationalen Studierenden die Möglichkeit geben, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und miteinander zu vernetzen.
Gemeinsam mit dem KIT möchten wir die Internationalität und Diversität des KIT aufzeigen. Dies fängt schon mit dem internationalen Tag und weiteren interkulturellen Veranstaltungen an, die wir anbieten. Um die Präsenz internationaler Studierender weiterhin stärken zu können, muntern wir auch diese Zielgruppe auf, sich an der Hochschulpolitik zu beteiligen und Mitglieder der verschiedenen Gremien am KIT zu werden. In diesem Zuge wollen wir auch einen Arbeitskreis gründen, dessen Ziele in den Anlagen erläutert sind.
Ferner arbeiten wir in Netzwerken und Bündnissen gegen Studiengebühren (Vernetzung mit anderen Hochschulen aus BW; Demo…) und möchten einige interkulturelle Veranstaltungen organisieren, z. B.: internationaler Tag, Austausch, Kochabende, Spielabende. Wenn möglich auch ein internationaler Weihnachtsabend.
Geplant sind außerdem Workshops zur Stärkung internationaler Studierender zu den Themen:
- Umgang mit Rassismus und Diskriminierung
- Integration (Rechte & Pflichten)
- Fit für den Arbeitsmarkt in Deutschland
- Vernetzungsworkshops internationaler Studierender
- Beratung zu diversen Themen für internationale Studierende
- intensiver Austausch mit dem International Students Office
- Internationalität und Diversität des KIT sichtbar machen
- Beteiligung internationaler Studierender in der Hochschulpolitik fördern
- Einsatz gegen Studiengebühren
- Organisation von interkulturellen Abenden und Workshops für internationale Studierende
2.8 Äußeres und Hochschulpolitik
Mein Aufgabenbereich liegt in der Außenpolitik sowie der Hochschulpolitik der Studierendenvertretung. Ziel meiner Arbeit ist es, die Interessen der Studierenden sowohl innerhalb der Hochschule als auch gegenüber externen Akteur*innen sichtbar, wirksam und nachhaltig zu vertreten. Dabei verstehe ich Außenpolitik als die Pflege, den Ausbau und die strategische Nutzung von Kontakten zu anderen Studierendenvertretungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und hochschulpolitischen Netzwerken auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Auf internationaler Ebene sollen insbesondere europäische Partnerprojekte wie Eucor oder Hochschulnetzwerke wie das ESN berücksichtigt werden.
Im Bereich der Hochschulpolitik setze ich mich für unsere Studierendenvertretung, den AStA am KIT und das Studierendenparlament, auf der Landesebene ein und kommuniziere die Positionen der LaStuVe an unsere Studierendenvertretung. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit aktuellen hochschulpolitischen Entwicklungen, die Einbringung studentischer Perspektiven in hochschulinterne Gremien sowie die Unterstützung parlamentarischer Entscheidungsprozesse durch fachliche Zuarbeit. Meine Arbeit soll zur Transparenz, Vernetzung und politischen Handlungsfähigkeit der Studierendenvertretung beitragen.
Aufgaben, die ich in meiner Amtszeit betreuen werde:
- Mitarbeit auf der Landesebene
- Den Empfang von externen Studierendenvertreter*innen
- Vernetzung vorantreiben und Projekte betreuen
- Dialogveranstaltungen besuchen
2.9 Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Kommunikation und eine gute Öffentlichkeitsarbeit sind der Schlüssel, um Studierende zu erreichen. Wir wollen in dieser Amtszeit unsere Social-Media-Kanäle weiterhin mit Informationen rund um die VS, aber auch zu Veranstaltungen auf dem Campus oder zu hochschulrelevanten Angeboten und Themen bespielen.
Um mehr Studierende zu erreichen, sollen des Weiteren Monitore im Warteschlangenbereich der Mensa angebracht werden, auf welchen die Angebote der VS (AStA, SSV, HSG, …) beworben werden. In Zusammenarbeit mit dem StuWe soll so ein neuer Weg der Kommunikation entstehen.
Wir wollen zudem die Außenwirkung des AStA voranbringen, indem wir durch z. B. Roll-Ups und Beschilderungen für langfristige Präsenz auf dem Campus sorgen. Zudem wollen wir ein einheitliches Design erarbeiten. Im Zuge dessen sollen alte Darstellungen erneuert werden und neue Designvorlagen erstellt werden. Zudem werden wir am Wissenstransfer arbeiten.
- mehr Social Media bzw. aktivere Socials
- Monitore
- Mehr Sichtbarkeit und Außenwirkung
- Aufarbeitung des Wissenstransfers und der Vorlagen
2.10 Unifest
Der soziale Austausch außerhalb des Hörsaals ist ein zentraler Bestandteil des studentischen Lebens. Begegnungen jenseits von Lehrveranstaltungen ermöglichen Vernetzung über Fach- und Semestergrenzen hinweg, stärken das Gemeinschaftsgefühl und tragen wesentlich zu einer lebendigen studentischen Kultur an der Universität bei. Gerade in einem zunehmend verdichteten Studienalltag sind solche Räume des informellen Austauschs von besonderer Bedeutung.
Großveranstaltungen wie das Unifest, welche von Studierenden für Studierende organisiert werden, leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Sie schaffen nicht nur einen gemeinsamen Erlebnisraum für viele tausend studentische Besucherinnen und Besucher, sondern bieten zugleich hunderten ehrenamtlich Engagierten die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam zu planen und ein Projekt dieser Größenordnung umzusetzen. Dies fördert nachhaltige Vernetzung, Teamarbeit und Identifikation mit der Studierendenschaft.
Ein zentrales Merkmal solcher studentischer Formate ist ihre bewusste Ausrichtung auf Zugänglichkeit und Teilhabe. Durch studentische Preise wird sichergestellt, dass finanzielle Hürden gering bleiben und alle Studierenden unabhängig von ihren individuellen Möglichkeiten teilnehmen können. Auf diese Weise wird studentische Kultur nicht nur sichtbar gemacht, sondern aktiv gelebt und für eine breite Studierendenschaft erfahrbar.
Aus genau diesen Gründen setzen wir uns dafür ein, 2026 durch den UStA Kasse Karlsruhe e.V. erneut ein Unifest umzusetzen. Damit knüpfen wir an eine erfolgreiche Tradition an und schaffen erneut einen Raum, in dem studentische Kultur, ehrenamtliches Engagement und sozialer Zusammenhalt in besonderer Weise zusammenkommen.
- Sozialer Austausch außerhalb des Hörsaals stärkt Vernetzung, Gemeinschaftsgefühl und studentische Kultur
- Großveranstaltungen wie das Unifest schaffen einen gemeinsamen Erlebnisraum von Studierenden für Studierende
- Ehrenamtliches Engagement fördert Verantwortung, Teamarbeit und Identifikation mit der Studierendenschaft
- Studentische Preise sichern Zugänglichkeit und breite Teilhabe unabhängig von finanziellen Möglichkeiten
- Ziel ist die erneute Durchführung eines Unifests 2026 zur Stärkung von studentischer Kultur und Zusammenhalt
2.11 Kultur
Das Kulturreferat setzt sich intensiv für den Erhalt sowie den Ausbau eines vielfältigen kulturellen Angebots auf und um den Campus des KIT ein. Ein zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Unterstützung studentischer Gruppen, Initiativen und Arbeitskreise bei der Organisation und Durchführung kultureller Veranstaltungen.
Dabei beraten wir insbesondere zu grundlegenden organisatorischen Fragen, zu notwendigen Anträgen sowie zur Kommunikation mit zuständigen Behörden, Abteilungen des KIT und weiterer studentischer Kulturinstitutionen.
Darüber hinaus informieren wir über verschiedene Fördermöglichkeiten für Kultur durch die VS.
Zur konkreten Durchführung von Veranstaltungen stellen wir mit dem VS-Verleihpool ein stetig wachsendes, umfangreiches Angebot an essenzieller Infrastruktur bereit und ergänzen damit gezielt bestehende Engpässe im studentischen Verleihwesen.
Darüber hinaus unterstützt der Vorstand langfristig engagierte Studierende durch die Organisation und teilweise auch Finanzierung von Weiterbildungen und externen Qualifikationen, z. B. Qualifikation als Brandschutzhelfer*in o. Ä.
Zudem ist das Kulturreferat ständig bemüht, die Möglichkeit von Kooperationen mit Kulturinstitutionen zu schaffen. Ein großer Schritt hierbei ist die Vereinbarung zwischen VS und dem Badischen Staatstheater für ein Kontingent an kostenlosen Studi-Tickets. Die Kooperation kann möglicherweise auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden; hier ist das Ziel insbesondere die Erkundung von Kooperationen mit anderen Institutionen.
Des Weiteren engagiert sich das Kulturreferat auch im Austausch zwischen Kulturschaffenden. Beispielsweise werden Treffen zur Terminabsprache und Kulturszenen-interne Networking-Events angeboten.
Auch setzt sich der Vorstand weiterhin dafür ein, Gesellschafter im studentischen Kulturzentrum am KIT (SKuZ) zu werden und unterstützt die VS-nahen Kulturinstitutionen.
- Unterstützung bei der Durchführung von kulturellen, studentischen Veranstaltungen
- VS-Verleihpool betreuen
- Weiterbildungen und Qualifikationen zur Durchführung von Veranstaltungen
- Kooperation mit dem Badischen Staatstheater und weiteren Kulturinstitutionen
- Austausch zwischen Kulturschaffenden fördern
- Gesellschafter beim SKuZ werden
2.12 IT
Das IT-Referat koordiniert das Admin-Team und betreut mit diesem die IT-Infrastruktur der VS. Die Aufgaben sind dementsprechend on demand, etwas zur Verfügung zu stellen, wenn es gebraucht wird, oder etwas zu reparieren, wenn es kaputt geht. Die größten Vorhaben dieses Jahr sind:
- Mail-Infrastruktur neu machen und neue Features (shared Mailboxes und besseren Mailflow, bei dem Mails nur einmal bei den Empfängern ankommen)
- Migration der Rechner auf die neue Debian Version
- Erneuerung der Permissions (sinnvollere und einfachere Aufteilung, wer wo Zugriff hat)
- Arbeitsabläufe so anpassen, dass es in Zukunft nur noch das Admin-Team gibt und kein IT-Referat
- Erweiterung der AStA-Cloud-Funktionalitäten
- Übersicht zu bestehender IT-Infrastruktur anfertigen
2.13 Sozial-Ökologische Transformation
Nachhaltigkeit verstehen wir als ganzheitliches Konzept, das ökologische, soziale, kulturelle und ökonomische Dimensionen umfasst. Unser Ziel ist es, eine Kultur der Nachhaltigkeit am KIT zu fördern, die sich in allen Bereichen des Hochschullebens widerspiegelt – vom sozialen Miteinander auf dem Campus über Infrastruktur, Mobilität und Ernährung bis hin zu Lehre, Forschung und dem Austausch mit der Gesellschaft. Nachhaltigkeit soll dabei im studentischen Alltag konkret erlebbar sein.
Ein besonderer Fokus unserer Arbeit liegt auf gemeinschaftlichem Arbeiten und der Vernetzung bestehender Initiativen. Durch Austausch, Kooperation und gemeinsame Projekte möchten wir ein kollektives Verständnis für nachhaltiges Handeln auf dem Campus stärken und Studierende – insbesondere Nachwuchs – zur aktiven Mitgestaltung motivieren. Die Unterstützung studentischer Hochschulgruppen und Arbeitskreise bildet hierfür die zentrale Grundlage.
Den AK Fahrradcampus unterstützen wir weiterhin bei der Organisation der Fahrradreparaturwerkstatt, der Koordination der Werkstattbeauftragten sowie der Instandhaltung der Fahrradreparaturstationen. Formate wie das FLINTA*-Schrauben tragen zu niedrigschwelligen Zugängen bei. Der AK Fairteilen wird beim Betrieb des Fairteilers als Projekt gegen Lebensmittelverschwendung begleitet; ergänzend soll eine regelmäßige „Küche für Alle" mit geretteten Lebensmitteln etabliert werden. Mit dem AK Campusgarten fördern wir gemeinschaftliches Gärtnern als Ort der Wissensvermittlung, Erholung und Begegnung und setzen uns für mehr Gartenflächen und Hochbeete im Rahmen der Campusgestaltung ein. Das RepairCafé verstehen wir als Raum für gegenseitige Hilfe und für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen. Der Arbeitskreis Nachhaltige Transformation bietet einen offenen Rahmen für Austausch und einen niederschwelligen Einstieg für projektbasiertes Arbeiten zu Nachhaltigkeitsthemen im hochschulpolitischen Kontext.
Zur stärkeren Vernetzung nachhaltiger Initiativen planen wir interne Workshops sowie eine gemeinsame Veranstaltungsplanung. Ziel ist ein regelmäßiges, studentisch geprägtes Angebot zu Nachhaltigkeitsthemen, darunter ein Nachhaltigkeitsschlonz im Sommersemester sowie eine Grüne O-Phase zum Wintersemester.
Einen weiteren Schwerpunkt legen wir auf nachhaltige Mobilität. Wir setzen uns für klimaverträgliche Mobilitätslösungen auf dem Campus und im studentischen Alltag ein – aktuell besonders durch den Austausch mit der Stadt Karlsruhe und dem KVV sowie die Befragung der Studierendenschaft zur Entwicklung eines neuen Leihradsystems und der Neuaushandlung der Semesterticketregelung. Auf dem Campus treten wir für die Förderung aktiver Mobilität und eine Reduktion des Autoverkehrs ein und bringen hierzu konkrete Vorschläge im Rahmen der Fahrradstraßenplanung auf der Engesserstraße ein. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Lastenradverleihs wird im kommenden Jahr priorisiert.
Ernährung begreifen wir als wichtigen Hebel für nachhaltige Alltagsentscheidungen. Wir streben einen Austausch mit dem Studierendenwerk und der Mensa an, um ein bezahlbares, klimaverträgliches und für alle Studierenden zugängliches Essensangebot weiterzuentwickeln, insbesondere unter Berücksichtigung von Unverträglichkeiten.
Darüber hinaus engagieren wir uns für eine lebenswerte, grüne und biodiversitätsfördernde Campusgestaltung. Wir arbeiten eng mit dem Sustainability Office des KIT zusammen und bringen studentische Perspektiven in Nachhaltigkeitsprozesse der Hochschule ein. Im Austausch mit dem House of Competence begleiten wir die Entwicklung des neuen Begleitstudiums zu nachhaltiger Entwicklung und setzen uns für die Stärkung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der gesamten Lehre ein. Im Rahmen der Umsetzung des Basisprojekts Nachhaltigkeit und des Ziels der Klimaneutralität des KIT bis 2030 vertreten wir studentische Interessen aktiv in Gremien des KIT, insbesondere im Nachhaltigkeitsforum, im Nachhaltigkeitslenkungskreis sowie im Klimapakt Karlsruhe.
- Förderung einer Kultur der Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Campuslebens
- Vernetzung und Unterstützung studentischer Nachhaltigkeitsinitiativen
- Planung regelmäßiger, studentischer Veranstaltungen zu Nachhaltigkeit (KüfA, Nachhaltigkeitsschlonz, Grüne O-Phase)
- Einsatz für nachhaltige Mobilität (Leihradsystem, Semesterticket, autofreier Campus, Lastenradverleih)
- Einsatz für ein bezahlbares, klimaverträgliches und inklusives Mensaangebot
- Förderung einer grünen, biodiversitätsfreundlichen Campusgestaltung
- Förderung von BNE in der Lehre
- Vertretung studentischer Interessen im Nachhaltigkeitsforum, Nachhaltigkeitslenkungskreis und Klimapakt Karlsruhe
Anlagen
Gründung eines Arbeitskreises: Arbeitskreis zur Betreuung internationaler Studierender
Name des Arbeitskreises: Arbeitskreis für studentische Interkulturalität
1. Einleitung und Hintergrund
Die Anzahl internationaler Studierender an deutschen Universitäten steigt stetig. Dies stellt sowohl für die Studierenden als auch für die Hochschulen eine Chance und zugleich eine Herausforderung dar. Um den besonderen Bedürfnissen internationaler Studierender gerecht zu werden und den interkulturellen Austausch zwischen internationalen und deutschen Studierenden zu fördern, wurde der „Arbeitskreis für studentische Interkulturalität" ins Leben gerufen. Dieser Bericht legt die zentralen Ziele und den strategischen Ansatz des Arbeitskreises dar.
2. Vision und übergeordnete Ziele
Die Vision des Arbeitskreises ist es, ein inklusives und unterstützendes Hochschulumfeld zu schaffen, in dem sich internationale Studierende wohlfühlen, akademisch erfolgreich sind und sich aktiv am Campusleben beteiligen können. Die übergeordneten Ziele umfassen:
- Verbesserung der Studienqualität: Sicherstellung, dass internationale Studierende die bestmögliche akademische Erfahrung machen, frei von unnötigen administrativen und kulturellen Hürden.
- Stärkung der sozialen Integration: Förderung des Zugehörigkeitsgefühls und des interkulturellen Austauschs zwischen deutschen und internationalen Studierenden.
- Erhöhung des Studienerfolgs: Senkung der Abbruchquoten und Maximierung der akademischen Leistungen internationaler Studierender.
- Planung & Organisation: Durchführung von Veranstaltungen, die internationalen Studierenden ermöglichen, sich am Campusleben zu beteiligen.
3. Spezifische Handlungsfelder und Ziele
Der Arbeitskreis hat sich auf folgende konkrete Handlungsfelder fokussiert:
A. Administrative Unterstützung:
- Beschleunigte Verfahren: Zusammenarbeit mit relevanten Behörden wie der Ausländerbehörde, um Visa-Verfahren und die Bearbeitung von Aufenthaltstiteln zu beschleunigen und zu vereinfachen; Studierendenwerke für Wohnungssuche oder finanzielle Fragen.
- Digitale Angebote: Bereitstellung von mehrsprachigen, leicht zugänglichen Online-Informationen zu allen administrativen Prozessen (Immatrikulation, Wohnsitzanmeldung, Krankenversicherung) und weiterführenden Informationen, die unter anderem auf der AStA-Webseite zu finden sind.
- Beratungsangebote: Vernetzung, Finanzen, Wohnen, Diskriminierung, etc.
B. Akademische Unterstützung:
- Sensibilisierung des Lehrpersonals: Schulung von Studierenden, Dozenten und Mitarbeitern zu den Herausforderungen internationaler Studierender.
C. Soziale Integration und Wohlbefinden:
- Kulturelle Veranstaltungen: Organisation von regelmäßigen interkulturellen Veranstaltungen, Workshops und Ausflügen, um den Austausch zu fördern und das soziale Netzwerk zu stärken.
- Psychologische Beratung: Bereitstellung von niedrigschwelligen Informationen zu Beratungsangeboten, die auf die spezifischen psychologischen Belastungen internationaler Studierender eingehen, wie Isolation oder Akkulturationsstress.
- Wohnraumbetreuung: Unterstützung bei der Suche nach geeignetem Wohnraum durch Kooperationen mit dem Studierendenwerk und lokalen Wohnungsanbietern.
- Diskriminierungserfahrungen: Beratungsgespräche mit der Antidiskriminierungsbeauftragten an der Anlaufstelle am KIT.
D. Karriere- und Arbeitsmarktintegration:
- Informationen zum Arbeitsrecht: Bereitstellung von klaren Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen für internationale Studierende bezüglich studentischer Nebentätigkeiten. Zudem eine Kooperation zwischen dem internationalen Karriereservice und dem Arbeitskreis ermöglichen.
4. Schlussfolgerung
Die Arbeit des Arbeitskreises ist entscheidend, um den internationalen Studierenden eine erfolgreiche Integration in das universitäre und gesellschaftliche Leben zu ermöglichen. Durch die konsequente Umsetzung der genannten Ziele wird die Universität nicht nur ihre Attraktivität als internationaler Bildungsstandort steigern, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur interkulturellen Verständigung leisten. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen allen universitären und außeruniversitären Akteuren ist dabei von zentraler Bedeutung.